Die Geschichte des Korps

Das Korps im Jubiläumsjahr 1999

 
 Die Es-Gruppe
6 mal Landesmeister von NRW
3 mal deutscher Vizemeister

Leitung: Josef Füchtenkord


Die G-Gruppe
5 mal Deutscher Meister
22 mal Landesmeister

 Leitung: Gerd Tietmeyer

 
Die "Brauchtumsgruppe"
Landesmeister 2012 NRW

Leitung: Gerd Tietmeyer

 
 Die Jugend- Gruppe 2016
3 mal Landesmeister HE und NRW

 Leitung: Birte Lütke-Bornefeld

  
Das Vereinslokal "Jägerhof"
Im Vordergrund der Biergarten
- Ort der Proben im Sommer -

 
Das Vereinsemblem
- als Anstecknadel -

Elchschaufel mit Wappen
 

 

Im September 1959 beschlossen Josef Meier Westmeyer und Dieter Vielmeier ( zu der Zeit schon aktive Bläser im benachbarten Jagdhornbläserkorps "Hubertus Wiedenbrück e.V." ) im Hegering Harsewinkel ebenfalls eine Jagdhornbläsergruppe zu gründen.   Gemeinsam mit Bernhard Flaskamp, Willi Rottwinkel, Karl Strotmann, Hermann Gehrs, Dr. Reinhard Siepenkort, Günter Nikel und Antonius Grawe konnte dieses Vorhaben realisiert werden. Geprobt wurde zunächst in der damaligen Deckstation in Marienfeld.

Nach gut einem Jahr waren die eigenen Möglichkeiten ausgeschöpft, es mußte jemand gefunden werden, der etwas mehr von Musik verstand. Der damalige Organist und Küster der St. Lucia- Kirche und Dirigent des Kolping- Orchesters Harsewinkel, Heinrich Lübbering übernahm am 27. Januar 1961 die Gruppe. Jetzt konnten auch die schwierigen Jagdsignale einstudiert werden. 

Ein geeigner Übungsraum wurde ebenfalls gesucht. Der damalige Direktor und Geschäftsführer des in Harsewinkel beheimateten Landmaschinenherstellers, Fa. CLAAS, und gleichzeitig auch Geschäftsführer des Hegeringes, Alfons Siepenkort, stellte großzügigerweise einen Raum in der Firma für die Proben zur Verfügung. Seit 2010 wird allerdings nur noch am Vereinslokal
"Jägerhof" Johannsmann in Harsewinkel, entweder im Biergarten, oder in der Festscheune geprobt, wobei die Besucher des Lokals den Proben zuhören können.

Bis 1972 gehörte der Hegering Harsewinkel zur KJS Warendorf, wurde dann durch die kommunale Neuordnung dem Altkreis Halle / Westfalen zugeordnet. Später entstand durch den Zusammenschluß mit der Kreisjägerschaft Rheda-Wiedenbrück die heutige Kreisjägerschaft Gütersloh e.V..

Das erste außergewöhliche Ereignis war der Auftritt mit der inzwischen neu gegründeten Nachwuchsgruppe in Peter Frankenfeld's Sendung "Und Ihr Steckenpferd" im Fernsehen in Berlin. 
1966 wurde das heutige Vereinswappen "geboren". Dieses ist sprichwörtlich zu nehmen, denn eine Elchschaufel wurde bei Baggerarbeiten im Zuge einer Bachregulierung ans Tageslicht gefördert. Franz Wältermann schnitzte dazu ein Eichenwappen dazu und fertigte daraus das heutige Korpswappen.

Im Laufe der Zeit stieg kontinuierlich die Mitgliederzahl, waren es 1960 noch 9 Mitglie- der, so sind es heute fast 70 aktive Jagdhornbläser und Jagdhornbläserinnen, sowie über 40 passive Mitglieder. 1971 wurde erstmalig ein Vorstand gewählt. Vorsitzender und gleichzeitig stellvertretende musikalische Leiter wurde Josef Füchtenkord. 2007 hat er die G- Gruppe an Gerd Tietmeyer übergeben. Tochter Birte (Lütke-Bornefeld) über- nahm die Ausbildung des bläserischen Nachwuchses und leitete die Jugendgruppen. 2016 legte Josef Füchtenkord aus gesundheitlichen Gründen alle Ämter nieder.
Eine detaillierte Aufstellung siehe unter
"Musikalische Leiter".

Neben seiner Eigenschaft als musikalischer Leiter der Bläsergruppe war Josef Füch- tenkord von 2004 bis 2016 Landesobmann des Landesjagdverbandes NRW und über 30 Jahre Wertungsrichter bei Landes und Bundeswettbewerben. Für seine Verdienste wurde er zum Ehrenmitglied des Jagdhornbläserkorps ernannt, erhielt vom Bürgerschützen und Heimatverein den großen Heimat- Verdienstorden und wurde 2011 mit der höchsten Auszeichnung der Stadt Harsewinkel, mit dem Ehrenring ausgezeichnet.
Auch Tochter Birte ist anerkannte Wertungsrichterin bei Kreis,- Landes,- und Bundes- wettbewerben.

1972 begann die Ära der Wettbewerbe. Erstmalig trat man zum Landeswettbewerb vom LJV NRW in Gelsenkichen in der niedrigsten Wertungsklasse C an. Dazu mußte erst einmal eine Uniform angeschafft werden. Diese wurde aufgrund der unverwüstlichen Stoffqualität auch "Pferdedecke" genannt. Mittlerweile ist sie aber durch ein neue ersetzt worden. Ein 11. Platz mit 633,0 Pkt. und die broncene Hornfessel spange waren der Lohn der Arbeit. Dadurch beflügelt wurde nun regelmäßig an allen Jagdhornbläser- wettbewerben in NRW und anderen Bundesländern teilgenommen  ( bisher waren es über 120 Wettbewerbe mit über 50 Siegen, insgesamt 80 mal Platzierungen unter den ersten 3 ).
Ab 1977 hat sich die Gruppe zu allen darauffolgenden Bundeswettbewerben qualifiziert. Dabei konnten 5 Deutsche Meister und 8 Deutsche Vizemeistertitel errungen werden. Obwohl die Wettbewerbe im Vereinsleben ein große Rolle spielen, steht die Kamerad- schaft und Geselligkeit im Vordergrund.

Neben dem Fürst-Plesshorn wird in der Gruppe auch das Parforcehorn in B und Es geblasen. Mittlerweile gehören zum Repertoire zunächst alle Jagdsignale, die Huber- tusmesse in Es von Reinhod Stief sowie eine großen  Bandbreite von konzertanten und jagdmusikalischen Stücken. 1981 wurde die erste Langspielplatte mit dem Titel "Gar lustig ist die Jägerei" aufgenommen. Es folgte in Jahr 2002 die CD mit dem Titel
"Harsewinkeler Jagdhornklänge". Mehr dazu auf der Seite "Unsere Tonträger" .
                
Wie auch in fast allen anderen Jagdhornbläserkorps, gab es in der über 50 jährigen Korpsgeschichte Momente, Ereignisse und Auftritte, die eine bleibende Erinnerung hinterlassen haben. Neben zahlreichen Rundfunk,- und Fernsehauftritten - u. a. in "Wetten daß?" bei Thomas Gottschalk wurde bei vielen Persönlichkeiten aufgetreten, wie z. B. bei von Weizäcker, Kohl, Gorbatchow, Süssmuth, Kichle, Stolpe, Stoltenberg, Albrecht, Mathiesen, Rauh u. v. a.